Knieprothese-OP
in Graz –
Knieendoprothese
bei Arthrose
Wenn fortgeschrittene Kniearthrose den Alltag einschränkt und konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung mehr bringen, kann eine Knieendoprothese der entscheidende Schritt zurück in ein aktives Leben sein. Dr. Maurer implantiert in Graz Totalendoprothesen und Schlittenprothesen – zementiert, mit LIA für optimales Schmerzmanagement und auf Wunsch mit MAKO-Robotik für höchste Präzision.
- Totalendoprothese oder Schlittenprothese
- Stationärer Aufenthalt 5–7 Tage
- Vollbelastung sofort (mit Krücken)
- Krankenstand 4–6 Wochen
- Sport nach ca. 8 Wochen
- Zementiert · LIA · MAKO-Robotik möglich
- UKH Steiermark (Kasse) oder Privatklinik Ragnitz
- Wahlarzt – Kassenerstattung möglich
Wann ist eine Knieprothese die richtige Entscheidung?
Eine Knieprothese ist kein Eingeständnis des Scheiterns – sie ist eine präzise chirurgische Lösung für ein klar definiertes Problem: den vollständigen oder weitgehenden Verlust der Knorpeloberfläche im Kniegelenk. Wenn Knorpel auf breiter Fläche fehlt und Knochen auf Knochen reibt, können konservative Maßnahmen die Ursache nicht mehr beheben – sie lindern allenfalls die Symptome.
Die modernen Knieendoprothesen sind hochentwickelte Präzisionsinstrumente: Sie replizieren die komplexe Biomechanik des Kniegelenks, erlauben volle Belastung ab dem ersten postoperativen Tag und halten bei richtiger Indikation und gutem Operationsergebnis in der Regel 15–25 Jahre, teilweise sogar länger. Für viele Patienten bedeutet die Knieprothese den Schritt von chronischen Schmerzen und eingeschränkter Mobilität zurück in ein aktives, weitgehend beschwerdefreies Leben.
Trotzdem ist die Prothese nicht für jeden das Richtige. Dr. Maurer prüft stets, ob eine gelenkerhaltende Achskorrektur noch möglich und sinnvoll ist – und empfiehlt die Endoprothese nur dann, wenn sie die tatsächlich beste Option für den individuellen Patienten darstellt.
Ausführliche Informationen zur Kniearthrose – Ursachen, Stadien & Behandlung →
Totalendoprothese oder Schlittenprothese?
Nicht jede Kniearthrose ist gleich – und nicht für jeden Patienten ist dieselbe Prothese die richtige. Dr. Maurer wählt das Implantat auf Basis des individuellen Befundes.
Totalendoprothese (TEP)
Die Totalendoprothese ersetzt alle drei Kompartimente des Kniegelenks: das innere (mediale), das äußere (laterale) und die Kniescheibengleitfläche. Die abgenutzten Gelenkflächen am Oberschenkel- und am Schienbein werden durch Metallkomponenten ersetzt; dazwischen gleitet ein Polyethyleninlay als Gleitfläche. Die TEP ist das Standardverfahren bei fortgeschrittener, mehrere Bereiche betreffender Kniearthrose – wenn der Knorpelschaden nicht auf ein Kompartiment begrenzt ist oder wenn die Kreuzbänder nicht mehr intakt sind. Die Vollbelastung ist ab dem ersten Tag nach der Operation möglich.
Schlittenprothese (unikondylär)
Die Schlittenprothese – oder unikondyläre Prothese – ersetzt nur ein Kompartiment des Kniegelenks, in der Regel das innere. Der Rest des Gelenks bleibt erhalten: die Kreuzbänder, die Gegenseite, die Kniescheibengleitfläche. Das Ergebnis ist ein natürlicheres Bewegungsgefühl als bei der TEP, und der Eingriff ist kleiner – mit entsprechend schnellerer Erholung. Die Schlittenprothese setzt jedoch präzise Bedingungen voraus: Der Schaden muss auf ein Kompartiment begrenzt sein, die Kreuzbänder müssen intakt sein, und die Achsfehlstellung darf nicht zu ausgeprägt sein. Bei richtiger Indikation ist die Schlittenprothese eine ausgezeichnete, langlebige Lösung.
Kniescheiben-Ersatz (patellofemoral) – Ausnahmeindikation
In seltenen Fällen ist ausschließlich das patellofemorale Kompartiment – die Gelenkfläche zwischen Kniescheibe und Oberschenkel – von einer fortgeschrittenen Arthrose betroffen, während die übrigen Gelenkbereiche noch intakt sind. In dieser Konstellation kann ein isolierter Kniescheiben-Ersatz in Frage kommen. Da es sich um eine streng selektive Indikation handelt und die Befundkonstellation genau passen muss, ist dieses Verfahren deutlich seltener als TEP oder Schlittenprothese.
Zementiert, LIA und MAKO-Robotik
Moderne Knieendoprothesen-Chirurgie ist mehr als das Einsetzen eines Implantats. Präzision in der Planung, Schmerzmanagement und Fixierungstechnik entscheiden über das Langzeitergebnis.
Zementierte Fixierung
Die Prothesenkomponenten werden mit medizinischem Knochenzement im Knochen verankert. Diese Technik bietet sofortige, zuverlässige Primärstabilität – die Vollbelastung ist ab dem ersten Tag nach der Operation möglich. Die zementierte Versorgung ist der Gold-Standard in der Knieendoprothetik mit jahrzehntelanger Bewährung und hervorragenden Langzeitergebnissen.
LIA – Lokale Infiltrationsanästhesie
Während der Operation wird ein präzise zusammengestelltes Gemisch aus Lokalanästhetikum und entzündungshemmendem Wirkstoff in hohem Volumen in die Gelenkkapsel und das umliegende Gewebe infiltriert. Das Ergebnis: deutlich reduzierte Schmerzen in den ersten Stunden und Tagen nach der OP – und damit eine frühere, aktivere Mobilisation. LIA ist ein wichtiger Baustein des modernen Schmerzmanagements nach Knieprothesen-Operationen.
MAKO-Robotik (Stryker)
Auf Basis eines präoperativen CT-Scans erstellt das MAKO-System ein dreidimensionales Modell des Kniegelenks. Die exakte Implantatposition wird digital geplant – Größe, Ausrichtung, Winkel. Während der Operation führt der Chirurg einen Roboterarm, der innerhalb der vorher definierten Grenzen arbeitet und so hochpräzise Knochenschnitte ermöglicht. MAKO erhöht die Reproduzierbarkeit des Operationsergebnisses und kann besonders bei der Schlittenprothese die Passgenauigkeit weiter verbessern.
Prothese oder Achskorrektur – wie wird entschieden?
Nicht jede Kniearthrose mit Achsfehlstellung führt direkt zur Prothese. Bei jüngeren, aktiven Patienten mit noch vorhandenem Restknorpel und messbarer Achsfehlstellung kann eine Korrekturosteotomie das Gelenk erhalten und die Prothesenimplantation um viele Jahre hinauszögern – oder ganz vermeiden.
Dr. Maurer trifft diese Entscheidung individuell auf Basis mehrerer Faktoren:
Alter & Aktivitätsniveau
Jüngere Patienten unter 60 Jahren mit hohem körperlichem Anspruch profitieren vom Gelenkerhalt durch Osteotomie – eine Prothese hat eine begrenzte Standzeit und sollte möglichst spät eingesetzt werden. Bei älteren Patienten mit geringerem Aktivitätsniveau ist die Prothese oft die komfortablere und zuverlässigere Lösung.
Ausmaß des Knorpelschadens
Eine Osteotomie setzt voraus, dass im zu entlastenden Kompartiment noch ausreichend Restknorpel vorhanden ist, auf den Last verlagert werden kann. Liegt ein vollständiger Knorpelschaden (Grad IV) vor, fehlt dieser Spielraum – die Prothese ist die logische Konsequenz.
Ausmaß der Fehlstellung
Geringe bis mäßige Achsfehlstellungen lassen sich gut durch Osteotomie korrigieren. Sehr ausgeprägte Fehlstellungen oder kombinierte Deformitäten können die technische Machbarkeit der Osteotomie einschränken und sprechen eher für die Endoprothese.
Patientenwunsch & Lebensumstände
Die Osteotomie bedeutet eine längere Rehazeit (6–12 Monate bis zum Sport) und erfordert hohe Compliance. Die Prothese erlaubt einen rascheren Wiedereinstieg in den Alltag. Diese persönlichen Faktoren fließen in die gemeinsame Entscheidungsfindung ebenso ein wie der medizinische Befund.
Ablauf der Knieprothesen-OP in Graz
Von der Erstvorstellung bis zur Entlassung – was Sie bei Dr. Maurer erwartet.
Befundanalyse & Entscheidung
Grundlage ist eine vollständige Diagnostik: MRT zur Beurteilung des Knorpelschadens, Röntgen der Ganzbeinstandaufnahme zur Achsanalyse. Im Gespräch werden Befund, realistische Erwartungen und Behandlungsoptionen – einschließlich der Frage, ob eine Achskorrektur noch in Frage kommt – offen besprochen. Erst wenn Patient und Arzt einig sind, wird der Operationsplan festgelegt.
Implantatwahl & präoperative Planung
Auf Basis der Bildgebung wird der Prothesentyp (TEP oder Schlittenprothese) und das Implantat ausgewählt. Bei MAKO-assistiertem Vorgehen wird das CT-basierte 3D-Modell erstellt und die Implantatposition digital geplant. Das Narkosegespräch findet einige Tage vor dem Eingriff statt – nicht erst im Krankenhaus.
Die Operation
Die abgenutzten Gelenkflächen werden präzise abgetragen und durch die Prothesenkomponenten ersetzt. Bei MAKO-Einsatz führt der Chirurg den Roboterarm innerhalb der vordefinierten Schnittgrenzen für eine millimetergenaue Positionierung. Vor dem Wundverschluss wird die LIA-Infiltration durchgeführt – für optimales postoperatives Schmerzmanagement. Der Eingriff dauert in der Regel 60–90 Minuten. Der stationäre Aufenthalt beträgt 5–7 Tage.
Erste Schritte noch am OP-Tag
Dank zementierter Fixierung und LIA-Schmerzmanagement können viele Patienten bereits am Abend des Operationstages oder am ersten postoperativen Morgen erste Schritte mit Unterarmstützkrücken unternehmen. Die frühe Mobilisation ist kein Komfort – sie ist medizinisch wichtig: Sie reduziert das Thromboserisiko und fördert die Einheilung des Implantats. Die Physiotherapie beginnt unmittelbar.
Reha nach der Knieprothesen-OP – schneller als erwartet
Moderne Knieendoprothesen erlauben eine deutlich raschere Erholung als viele Patienten erwarten. Die Vollbelastung beginnt sofort, der Alltag kehrt schnell zurück.
Frühmobilisation & Physiotherapie im Krankenhaus
Bereits ab dem ersten Tag nach der Operation wird das Knie mobilisiert und die Belastung – mit Unterarmstützkrücken – geübt. Die Physiotherapie im Krankenhaus trainiert Aufstehen, Gehen, Treppensteigen. Abschwellungsmaßnahmen (Kühlung, Hochlagerung, Lymphdrainage) begleiten den Prozess. Der stationäre Aufenthalt beträgt 5–7 Tage; anschließend kann eine stationäre Rehabilitation empfohlen werden.
Aufbauphase: Kraft & Beweglichkeit
Zu Hause oder in der Rehabilitation wird die Physiotherapie fortgesetzt. Die Krücken können nach individueller Einschätzung schrittweise abgelegt werden. Ziele sind die Wiederherstellung der vollen Kniebeugung und -streckung sowie der Aufbau der Oberschenkelmuskulatur. Die meisten Patienten sind nach 4–6 Wochen weitgehend mobil im Alltag – für Büroarbeit oft früher.
Rückkehr zu Sport & Aktivität
Leichte Sportarten – Radfahren, Schwimmen, Wandern, Golfen – sind nach ca. 8 Wochen wieder möglich und werden ausdrücklich empfohlen: Moderate Bewegung hält die Muskulatur aktiv und fördert die langfristige Funktion der Prothese. Stoßbelastende Sportarten wie Laufen sollten mit Dr. Maurer besprochen werden, da sie die Standzeit des Implantats beeinflussen können.
Langzeitpflege der Prothese
Regelmäßige Röntgenkontrollen – in den ersten Jahren jährlich, später alle 2–3 Jahre – überprüfen Sitz und Zustand des Implantats. Jede Zahnarztbehandlung, Darmspiegelung oder andere invasive Maßnahme sollte mit Antibiotikaprophylaxe begleitet werden – Infekte können über den Blutweg zur Prothese gelangen. Bei anhaltenden Schmerzen oder Schwellung nach der Einheilungsphase sollte umgehend eine Kontrolle erfolgen.
Wo wird die Knieprothese-OP in Graz durchgeführt?
Dr. Maurer operiert an zwei Standorten – je nach Versicherungssituation.
UKH Steiermark – Standort Kalwang
Vollumfängliche Versorgung für gesetzlich Versicherte – die Krankenkasse übernimmt Operation und stationären Aufenthalt vollständig.
Privatklinik Graz Ragnitz
Zeitnahe Terminvergabe, höchste Ausstattungsstandards. Kosten werden über private Zusatzkrankenversicherung gedeckt oder von PatientInnen selbst übernommen.
Narkosemöglichkeiten
Das Narkosegespräch findet typischerweise einige Tage vor dem Eingriff statt. Zur Wahl stehen Vollnarkose und Spinalanästhesie (Kreuzstich) – je nach Patientenwunsch und medizinischer Eignung. Die LIA-Infiltration ergänzt beide Narkoseformen und verbessert das postoperative Schmerzmanagement.
Kosten der Knieprothese-OP
Fragen zur Knieprothese-OP in Graz
Knieschmerzen bei Arthrose – jetzt persönlich beraten lassen
Dr. Maurer beurteilt Ihren Befund und klärt offen, ob eine Prothese, eine Achskorrektur oder eine andere Behandlung für Sie die beste Option ist. Wahlarzt in Graz – Kassenerstattung möglich.
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Dr. Maurer behandelt das gesamte Spektrum der Kniechirurgie in Graz.